Außen erstrahlt ein Gebrauchtwagen in der Regel in einer herrlichen Frische, als wäre er gerade frisch aus dem Werk gekommen. Für den Innenraum trifft dies bei den meisten privat zu verkaufenden Gebrauchtwagen in der Regel nicht zu. Dabei gehört vor dem Kauf von einem Gebrauchtwagen der Blick unter die Motorhaube und in den Innenraum natürlich zum Pflichtprogramm. Vorsicht geboten ist vor allem vor einem frisch gereinigten Motor. Dies könnte nämlich ein Hinweis darauf sein, dass Undichtigkeiten vertuscht werden sollen. Eine Probefahrt kann hierüber Klarheit schaffen, wobei ein wenig austretendes Öl am Ventildeckel (also an der Oberseite des Motors) nichts Schlimmes bedeuten muss. Der einfache Austausch der Dichtung stoppt dabei Ölverlust. Wenn indes Öl an anderen Stellen des Motors austritt, dann sollte man schon einen Experten ran lassen und den Gebrauchtwagen besser nicht kaufen. Denn dies kann ein kapitales Leck im Motorgehäuse sein, was nach dem Kauf hohe Folgekosten nach sich zieht.

Auto innen untersuchen

Viel verrät vor allem der Innenraum eines Gebrauchtwagens über seinen Vorbesitzer. Schon das Öffnen der Tür kann einen leicht vom Kauf abbringen, nämlich dann, wenn die Türen nicht sonderlich leichtgängig sind oder eben zu leichtgängig. Dann stimmt nämlich das Spaltmaß an den Türen nicht. Wichtig ist dies an allen vier Türen zu prüfen. Auch die Kofferraumtür sollte man genau prüfen. Nach dem Öffnen der Türen und diesem ersten Test sollte man versuchen seinen Riechkolben auf etwas sensibler zu schalten. Denn wenn es im Innenraum ein bisschen modrig riecht oder nach Duftbäumchen, dann muss man mal nachfragen, ob früher im Auto vielleicht geraucht wurde. Oftmals ist dann der Dachhimmel gelb gefärbt. Ein Blick ist auch unter die Fußmatten zu werfen. Wenn diese abgenutzt sind und auch die Sitze durchgesessen, obwohl die Laufleistung weit unter 100.000 km anzeigt, dann sollte man misstrauisch werden. Auch wenn Fusmatten und Sitzebezüge nagelneu sind – dann hat der Verkäufer vielleicht mal ein paar Euro in Matten investiert und vielleicht am Tacho gedreht. Obwohl das „Drehen“ heutezutage nicht mehr nötg ist. Dank moderner Technik können Betrüger nämlich heute an der Laufleistung feilen und diese per Notebook zurücksetzen.

Fazit

Es sind meist Kleinigkeiten, die darauf hinweisen, dass mit dem Fahrzeug doch etwas nicht stimmt. Aus diesem Grund sollte man auf jeden Fall einen Fachmann mitnehmen, wenn man einen Gebrauchtwagen kauft. Dieser erkennt die kleinen Schummeleien und Anzeichen sofort, wenn mit dem Fahrzeug etwas nicht stimmen sollte.

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