Wer sich zum ersten Mal mit Forex Trading befasst und dazu einige Artikel online liest, der kann schnell den Eindruck erhalten, dass dies eine ziemlich einfache Sache ist. Der Wert einer Währung ändert sich den ganzen Tag ständig ein wenig. Ein Auf und Ab. Als Trader muss man nur das Chart ansehen, auf die richtige Richtung setzen und schon klingelt es in der Kasse. So einfach ist Forex Handel.

So oder so ähnlich versuchen es einige Anbieter tatsächlich zu verkaufen. Denn mit jedem Trade verdienen diese bares Geld. Ob die Trader Gewinn machen oder nicht, spielt für die Broker keine Rolle. Sie kassieren kräftig mit und machen entsprechend Werbung.

Die Realität ist aber nicht ganz so einfach. In Wirklichkeit gibt es unzählige Fehler, welche man beim Traden machen kann. Einige der häufigsten Gründe fürs Scheitern sind die folgenden:

1. Keine Ahnung

Wer wirklich das Gefühl hat, dass Forex Trading in etwa wie ein Besuch im Spielcasino ist, der wird kaum erfolgreich sein. Man muss tatsächlich eine Ahnung haben und den Forex Markt verstehen, um erfolgreich handeln zu können.

2. Kein Plan

Wer einfach mal hier und mal da einen Trade macht. Dann wieder eine Zeitlang nicht aktiv ist und dann wieder etwas investiert, wird es ebenfalls schwer haben. Für den langfristigen Erfolg muss man einen Plan haben, sich Ziele setzen und dran bleiben.

3. Keine Strategie

Traden ohne Strategie ist etwa wie Roulette spielen – auf gut Glück. Wer hingegen eine erprobte Strategie hat, kann Erfolge nachvollziehen und diese in Zukunft wiederholen. Und keine Angst, Forex Strategien gibt es zahlreiche und diese kann man erlernen. Man muss also nichts neu erfinden.

4. Falscher Broker

Ein guter Schreiner ohne Werkzeug, ist genau so nutzlos wie ein guter Trader ohne passenden Forex Broker. Jeder Anbieter unterscheidet sich vom nächsten. Je nach angewendeter Strategie kann zum Beispiel ein anderer Broker vonnöten sein. Die wichtigsten Fragen bei der Wahl eines Brokers sind hier aufgelistet: 10 Broker Fragen

5. Keine Geduld

Traden ist ein echtes Geduldsspiel. Denn nichts ist wichtiger als das Finden des perfekten Einstiegs in einen Trade. Handelt man hier überstürzt, ist ein Verlust fast sicher.

6. Keine Disziplin

Weiterhin ist es enorm wichtig, der Strategie immer treu zu bleiben. Ein Abweichen von der Strategie kann zwar zum Teil Gewinn bringen, birgt aber auch Gefahren. So sind Verluste möglich und vor allem können Trades nicht verglichen werden. Die Analyse danach ist nicht zu unterschätzen.

7. Emotionen

Emotionen haben beim Forex Trading nichts verloren. Sie führen dazu, dass man unüberlegt handelt und seine Strategie vergisst. Auch ein Gefühl im Bauch hilft in der Regel nicht und ist mehr eine Methode für Casinospieler.

8. Keine Zeit

Trading braucht Zeit. Wie Punkt 5 bereits sagt, muss man die Möglichkeit haben, den besten Moment abzuwarten. Handelt man unter Zeitdruck sind die Chancen gross, dass man den falschen Zeitpunkt wählt.

9. Nicht aufgeben

Manchmal muss man Verluste akzeptieren und einen Trade aufgeben. Lieber einmal zu früh aussteigen, als drei mal zu spät.

10. Gier

Zu guter Letzt noch die Gier. Nach einigen Erfolgen kann sich schon mal das Gefühl einstellen, dass man „scheinbar immer gewinnt“. Dies führt schnell dazu, dass man zu viel will. Die Folge sind mehrere Fehler. Insbesondere falscher Zeitpunkt, Strategie vergessen, Emotionen und so weiter. Beinahe alle vorher genannten Punkte.

2 comments

  1. locke sagt:

    Punkt 6 ist wohl der Punkt, an dem die meisten scheitern. Disziplin endet immer dort, wo Verlust anfängt. Das ist auch das Problem, weil der größte Teil nicht damit klar kommt, dass verlieren dazu gehört.

  2. Alfred Kiel sagt:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Die Königsdisziplin des Tradens ist sicherlich das Daytrading. Die meisten privaten Investoren schaffen es nicht an der Börse erfolgreich zu sein und nur die wenigsten werden zu erfolgreichen Daytrader. Als erfolgreicher Daytrader kann man sehr viel Geld verdienen. Jedoch darf man hierbei das Risiko nicht vergessen. Nur ein minimaler Prozentanteil schafft es erfolgreich zu werden, da die meisten die Anforderungen / Voraussetzungen einfach nicht mitbringen. Die größte Hürde ist hierbei sicherlich die eigene psychologische Einstellung – Angst und Gier können sehr schnell die Tradingpsychologie beeinflussen. Disziplin und Geldmanagement werden schnell über den Haufen geworfen, wodurch das Scheitern an der Börse bereits vorprogrammiert ist! Daytrader besitzen / verifizieren eigene Handelsstrategien. Aufgrund der kurzfristigen Auslegung wird hierbei gerne auf Hebelprodukten zurückgegriffen. Mit diesem Einsatz steigt zudem das eingegangene Risiko. Dadurch wirken sich die Fehler von Investoren bei den Daytradingstrategien noch stärker aus!

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