Puukkos Tipp: Eine Versicherung für die Beißerchen

Gesetzlich Versicherte müssen damit rechnen, im Falle von notwendig gewordenem Zahnersatz tief in die Tasche greifen zu müssen – es sei denn, sie haben eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen.

Zahnlücken sind nicht nur eine Störung des kosmetischen Gesamtbildes. Ein gepflegter Zahnstatus gilt heute als selbstverständlich, aber wie viel Zahnersatzleistungen kosten können, wenn man nicht ausreichend versichert ist, kann man sich in jungen Jahren gar nicht vorstellen. Da kann später schnell mal ein Betrag in fünfstelliger Höhe für die Dritten zusammenkommen und für einzelne Kronen oder Implantate kann schon vorher viel Geld bezahlt werden müssen.

Was zahlt die Gesetzliche Krankenkasse für die Dritten, für Kronen und für Implantate?

Vorsorge soll sich nach Meinung der Gesetzlichen Krankenkasse lohnen. Wer regelmäßig zum Zahnarzt geht und sich sein Bonusheft immer schön abstempeln lässt, bekommt als Belohnung einen höheren Prozentsatz der Rechnung für Zahnersatz erstattet. Was auf den ersten Blick gut aussieht, stellt sich bei näherer Betrachtung dann doch als Mogelpackung heraus. Fakt ist: Zahnersatz wird von den Gesetzlichen Kassen nur noch befundbezogen erstattet und auch dann nur mit einem Festzuschuss. Dieser ist in seiner Höhe abhängig von den durchgeführten Vorsorgeuntersuchungen und liegt zwischen 50 und 65%. Die Eigenbeteiligung des Patienten soll mindestens 35% ausmachen, aber damit noch nicht genug. Der Festzuschuss bezieht sich lediglich auf die so genannte Regelversorgung. Wer sich etwas Besseres gönnen möchte, muss sowieso selbst für die Kosten aufkommen, die über dem Festzuschuss liegen.

Jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung kann eine private Zahnzusatzversicherung abschließen. Grundsätzlich gilt: Je jünger man zum Zeitpunkt der Antragstellung ist, desto günstiger ist der Beitrag. Einen weiteren Einfluss auf die Beitragshöhe hat der Versicherungsumfang. Soll die Zusatzversicherung den vollen Restbetrag abdecken, liegt der monatliche Beitrag höher, als wenn eine Eigenbeteiligung vereinbart wird. Es gibt Tarife, die nicht nur Brücken, Kronen und Implantate zahlen, sondern auch solche Zahnarztleistungen übernehmen, welche durch die gesetzlichen Kassen nicht getragen werden. Dazu zählen beispielsweise die durchaus sinnvolle Parodontose-Prophylaxe und privatärztliche Anteile der Behandlungskosten.

Ein weiterer Aspekt,  der für den Abschluss einer privaten Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen und Zahnersatzleistungen spricht, ist der Wegfall von kieferorthopädischen Maßnahmen für Erwachsene aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Viele private Zusatzversicherungen decken auch diesen Bereich ab.

Je nach gewähltem Leistungsumfang, nach Höhe der Selbstbeteiligung, Eintrittsalter und eventuellen Zusatzleistungen variieren die monatlichen Beiträge. Als Anhaltspunkt kann man von einem Betrag etwa zwischen 25 und 45 Euro ausgehen. Dafür erkauft man sich nicht nur finanzielle Leistungen, sondern auch das beruhigende Gefühl, im Falle von Zahnlücken und ähnlichen Unannehmlichkeiten rund um das Gebiss ausreichend versichert zu sein.

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