Puukkos Tipp: Ein bisschen Gold schadet nicht

Die Zentralbanken machen es vor: Ihre finanziellen Transaktionen in Sachen Eurokrise sichern sie weitgehend durch Ankäufe von Gold ab. Damit halten die Notenbanken ihre Zentralbank-Bilanz im Lot, wenn sie – wie durch die jüngste Entwicklungen (Stand September 2012) – eine erhöhte Anzahl von Geldscheinen in Umlauf bringen müssen. Für Laien erschließt sich daraus die Folgerung, dass Gold eine gute Anlageform ist.

Wer Geld übrig hat, tut gut daran, es möglichst gewinnbringend anzulegen. Aktien, Anleihen, Fonds etc. werden von Finanzexperten zwar immer noch empfohlen, allerdings können diese Anlageformate nicht als risikolos eingestuft werden. Der Fokus richtet sich daher auch auf Edelmetalle als Geldanlage.

Goldanlage: Risiko auf lange und auf kurze Frist betrachtet

Einer der Beweggründe für Menschen, die ihr Bares gern in Gold anlegen würden, liegt in der Angst vor der weiteren Entwicklung auf dem Finanzmarkt. Viele haben Sorge, dass es irgendwann außer Gold kein anderes Zahlungsmittel mehr geben könnte. Grund ist die aktuelle Eurokrise und die Angst vor einer Inflation. Dass diese Konstellation tatsächlich eintreten könnte, ist ziemlich unwahrscheinlich, obwohl man in den Medien immer wieder von diesem Worst Case lesen und hören kann. Mit etwas weniger Panik und dafür mehr Vernunft betrachtet, kann sich eine Geldanlage in Gold aber trotzdem lohnen, obwohl niemand voraussagen kann, wie sich der Euromarkt langfristig entwickelt. Wer seine Goldbarren als Altersversorgung versteht, sollte auf jeden Fall nicht nur auf diese eine Option setzen, da der Goldkurs auch von äußeren und nicht vorhersehbaren Einflüssen abhängig ist.

Gold als kurzfristige Geldanlage wird jedoch als weitgehend risikolos, dafür als gewinnversprechend eingestuft.  Der Kurs für eine Unze Feingold ist in den vergangenen zehn Jahren von ca. 350 US-Dollar auf derzeit 1.772 US-Dollar (Stand 14.09.2012) angestiegen. Experten sagen voraus, dass in den kommenden Jahren mit einer weiteren Wertsteigerung zu rechnen ist.

Nach wie vor gilt die Empfehlung, bei der Anlage des gesamten Vermögens nicht nur auf eine Karte zu setzen. Obwohl Edelmetalle und insbesondere Gold als eine der sichersten Varianten gelten, sollte nicht ausschließlich auf Goldbarren, Münzen oder Goldminen-Aktien gesetzt werden. Langfristig kann nämlich nicht garantiert werden, dass der Goldwert weiter steigt. Wer schnell liquid sein möchte, ist auf den aktuellen Tageskurs angewiesen und der kann durch weltpolitische Ereignisse zwar nur vorübergehend, aber völlig unvorhergesehen in den Keller stürzen.

Fazit: Auch Gold gehört zu den spekulativen Anlageformen, da der Goldkurs von Kriterien des Finanzmarktes beeinflusst wird und somit keine konkreten Vorhersagen getroffen werden können. Das Risiko eines Verlustes ist bei einer Goldanlage jedoch nach derzeitiger Einschätzung von Finanzexperten als geringer einzuschätzen, als bei anderen gängigen Methoden.

Ein Kommentar

  1. Martin Hark sagt:

    Ein wirklich sehr interessanter Artikel! Ich beschäftige mich auch gerade mit alternativen Geldanlagen. Alternative Investments stellen sehr gute Möglichkeiten zur Geldanlage dar. Auf der einen Seite können diese einem bei der Diversifikation des Vermögens behilflich sein, auf der anderen handelt es sich um renditestarke Anlagemöglichkeiten. Neben den gängigsten alternativen Anlageformen, den Edelmetallen, gibt es noch unzählige andere Möglichkeiten, welche der breiten Masse meist nicht bekannt sind. Dies liegt vor allem daran, dass ein gewisses Know-How bzw. in den meisten Fällen auch das nötige Kleingeld vorhanden sein muss um in solche Asset-Klassen investieren zu können – Hedgefonds, Wald, Kunst, Sammlerstücke … Vor allem in wirtschaftlich turbulenten Zeiten gewinnen Alternative Investments immer mehr an Bedeutung. Dabei sind vor allem neben den klassischen Edelmetallen noch ethische und grüne Investments sehr gefragt. Oftmals wird angenommen, dass solch Investments sicherer als die herkömmlichen Anlagen sind, da die Gewinnmaximierung nicht im Vordergrund steht – dies bedeutet jedoch nicht, dass alternative Investments eine geringere Rendite aufweisen –alternative Investments können sogar renditestärker als herkömmliche Sparformen sein. In Zukunft wird ihnen sicherlich noch mehr Bedeutung zukommen!

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